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Ziele setzen Zufriedenheit zum Nachdenken

It’s my life

«It’s my life» von Bon Jovi gibt mir immer wieder Kraft, die Dinge zu tu tun, die ich will und für das einzustehen, das ich für richtig empfinde. Im Lied «it’s my life» finde ich drei starke Aussagen:

  1. Mein Leben ist (zeitlich) beschränkt und daher soll ich das Beste daraus machen und zwar auf mein Art (so wie Frank Sinatra: «My way»).
  2. Und dazu braucht es Stärke und Mut um dranzubleiben und nicht klein beizugeben, denn
  3. schliesslich kommt das Glück nicht zufällig «and {you} got to make your own breaks».

In einer vortrefflichen Übersetzung des Liedtextes wird «breaks» als «Brüche» gedeutet … also wohl etwas zerbrechen, etwas zerstören … Oder vielleicht geht es darum, einen Bruch im Sinne von «etwas loslassen» zu machen, damit das Glück kommen kann. «Break» könnte unter anderem aber auch «Pause» heissen, vielleicht sogar «sich Zeit nehmen um zu reflektieren und zu planen».

Höre dir das Lied an oder schau einen Film dazu. Welche Bedeutung hat «breaks» für dich?

Visualisiere dir dein zufriedenes Leben in fünf Jahren. Welche «breaks» möchtest du jetzt machen, um noch näher an dieses Leben zu kommen?

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Ziele setzen Zufriedenheit

Die Skala

Eine Skala ist ein kraftvolles Werkzeug und kann in vielen Lebenslagen angewendet werden. Man kann sie alleine nutzen, zusammen mit Bekannten oder natürlich mit professioneller Unterstützung.

Bei der Arbeit mit der Skala kann man Dinge entdecken, die schon gut funktionieren und Schritte, die einem weiter bringen.

Hier skizziere ich eine Anleitung im  Hinblick auf die nächsten Schritte. Weitere Anwendungen zeige ich dir gerne im persönlichen Gespräch.

Nimm ein Blatt Papier und zeichne mit einem Bleistift eine Skala von 0 bis 10. Gib deiner Skala einen Titel, z.B. «Zufriedenheits-Skala«.

Die «10» entspricht der besten Situation, die du dir vorstellen kannst und die du erreichen willst. Stelle dir dieses Ziel ganz plastisch vor und schreibe alles dazu auf, was dir in den Sinn kommt. Was fühlst du in der Situation? Was tust du auf der 10? Was denkst du dort? Was riechst du, hörst du, schmeckst du, …?
Nimm dir Zeit und versinke richtig in dieser Zukunftsvision! Überlege dir auch, was ein Adler beobachten würde, wenn er dich in der Ziel-Situation sehen würde. Oder was würde eine Maus über dich erzählen können?

Die Zahl «0» der Skala entspricht dem puren Gegenteil von 10. Auch diese Situation kannst du dir vorstellen, wenn du willst.

Wo auf der Skala bist du aktuell?
Markiere deine aktuelle Position auf der Skala und schreibe die entsprechende Zahl (X) dazu.

Bist du mit deiner aktuellen Position auf der Skala zufrieden?
Falls JA: Herzlichen Glückwunsch! Gönne dir etwas schönes und feiere dich!
Falls NEIN, geht es jetzt darum, den nächsten Schritt zu finden, der dich näher an deine Ziel-Situation (die 10) bringt.

Stelle dir die Situation auf der Skala bei «X+1» vor …
… also ein klein wenig näher an der 10. Stelle dir die Situation auf «X+1» wiederum ganz plastisch vor und achte auf Unterschiede im Vergleich zu deiner aktuellen Situation. Was ist dort anders?

Und was kannst du unternehmen, um auf X+1 zu kommen? Oder was muss geschehen, damit du auf X+1 kommst? Was würde dir helfen, auf X+1 zu kommen? Was brauchst du, um auf X+1 kommen zu können?

Sammle mindestens drei Ideen, die dir helfen auf X+1 zu kommen:

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Und falls du noch mehr Ideen sammeln möchtest: nutze deine Bekannten und lasse dir einen Ideenkorb füllen!

Welche der Ideen gefällt dir am besten und möchtest du jetzt gleich anpacken?


Die Skala hat viele Anwendungsmöglichkeiten. Eine gute Einführung findest du in: Meier, D., & Szabó, P. (2008). Coaching – erfrischend einfach : Einführung ins lösungsorientierte Kurzzeitcoaching: Norderstedt : Books on Demand (ISBN: 978-3-8334-8672-2)

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noch 11’789 Tage

Die Geschichte im Buch «The Big Five for Live» (Strelecky, 2016) erinnert mich stark an die in allen Variationen erzählte Geschichte des Philosophie-Professors mit seinem Mayonnaise-Glas. Beide deuten darauf hin, dass man sich für die wichtigen Dinge im Leben viel Zeit und Raum nehmen darf.

Der Professor arbeitet mit einem eindrücklichen Bild: Das begrenzte Glas.

In «Big Five for Live» ist die Begrenzung die eigene Lebenszeit. Die Lebenserwartung in Tage umgerechnet gibt eine Zahl, die man sich vorstellen kann. Ein 50-jähriger Mann in der Schweiz hat z.B. eine Lebenserwartung von rund 11’789 Tagen.

Auch bei den «Big Five» geht es darum, seine Zeit «richtig» einzusetzen. «Big Five» lehnt sich an die Trophäenjagd an: Wer z.B. in Südafrika Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Rhinozeros gesehen hat, kann mit gutem Gewissen wieder nach Hause reisen.

Und wer seine «Big Five» seines Lebens abgehakt hat, kann mit gutem Gewissen «wieder nach Hause reisen», sprich sterben.

Was sind denn deine Big Five?

Im Unterschied zur Trophäenjagd kann auch ein Zustand oder eine Entwicklung wichtig sein, z.B. körperlich gesund sein / werden / bleiben.

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Quellen:

Strelecky, J. (2016). The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben (17. Auflage). München: dtv.

Lebenserwartung in der Schweiz: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/lebenserwartung.html