Kategorien
Zufriedenheit

heute gibt es Eierkuchen

aktualisiert: 25. Dezember 2021

Immer wieder faszinieren mich die Geschichten von Rachel Naomi Remen (Remen; 2010). Zitat von S. 262:

Grossmutters Kühlschrank war eine nie versiegende Quelle erstaunlichster Köstlichkeiten. Er war immer zum Bersten gefüllt […]. Manchmal geschah es, dass jemand, gewöhnlich eines der Kinder, diesen Kühlschrank ohne die gebührende Vorsicht öffnete und ein Ei herausfiel und auf dem Fussboden zerplatzte. Die Reaktion meiner Grossmutter war immer dieselbe. Sie sah das zerbrochene Ei zufrieden an und sagte: «Aha, heute gibt es also Eierkuchen.»

Schaue ein paar Jahre zurück und nenne drei Situationen, in denen du neue, ungeplante Gegebenheiten zufrieden annehmen konntest:

1

2

3

Beobachte dich eine Woche lang: Wo und in welchen Situationen möchtest du noch besser «Eierkuchen backen» können?

1

2

3

Und womit würdest du den Ausdruck «Eierkuchen backen» ersetzen, damit die Frage oben genau auf dich passt?


Quelle: Remen, R. N. (2010). Aus Liebe zum Leben. Geschichten, die der Seele gut tun (3. Auflage): Arbor Verlag, Freiamt (ISBN: 978-3-924195-82-3)

Kategorien
Zufriedenheit

Stress-Test

aktualisiert: 29. Dezember 2021

Stress macht Menschen unzufrieden und krank. Und wer gestresst ist, weiss normalerweise auch, dass er gestresst ist. Trotzdem möchte ich hier auf einen «Test» hinweisen. Auf der folgenden Webseite werden nämlich auch Hinweise gegeben, wie man Stress reduzieren und mit Stress umgehen kann. Ich denke, Stress zu vermeiden und aber auch zu wissen, wie man mit Stress umgehen kann, hilft auf dem Weg zur Zufriedenheit.

Hier geht’s zum «Test»: http://www.stress-no-stress.ch/checkp/checkp.php?language=de

Dazugehörige Seite mit Hintergrundinformationen: http://www.stressnostress.ch/


Quellen: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Kategorien
Zufriedenheit

mit klarem Ziel ist fokussieren einfach

Hier eine kleine Aufgabe:
Wie häufig wirft sich das weisse Team den Ball zu?

Dieser Film wird häufig im Zusammenhang mit «inattentional blindness» (Unaufmerksamkeitsblindheit) gezeigt. Und wenn du ihn schon kennst, dann bist du auch nicht mehr erstaunt, dass man Dinge, die um einen herum passieren, nicht sieht, wenn man sich auf etwas konzentriert und gedanklich stark absorbiert ist.

Wie kannst du (falls du willst) dieses Phänomen nutzen, um vom Multitasking los zu kommen und besser fokussieren zu können? Sammle drei Ideen:

1

2

3


Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=z-Dg-06nrnc

Kategorien
Zufriedenheit

Fokus statt Multitasking

In ihrem Buch «Urban Myths about Learning and Education» beschreiben Pedro De Bruyckere et al. (2015) das Phänomen «multitasking». Offensichtlich zeigt die Forschung, dass die meisten Menschen nicht fähig sind, Dinge parallel auszuführen, sondern einfach ganz schnell ihre Aufmerksamkeit vom Einen zum Andern hin- und herbewegen.

Ich habe zwei Thesen:
1. durch Fokus (anstatt «multitasking») steigt die Qualität meiner Arbeit
2. das Hin und Her braucht viel Energie und mindert meine Zufriedenheit

Wähle eine Woche lang jeden Tag eine Situation, in der du ganz bewusst auf multitasking verzichtest und die anstehenden Dinge nacheinander ausführst. Beurteile abends, wie zufrieden du mit den einzelnen Resultaten der erledigten Arbeiten bist. Beurteile aber auch, wie zufrieden du mit dem Prozess bist.


Quelle:
De Bruyckere, P., Kirschner, P. A., & Hulshof, C. D. (2015). Urban Myths about Learning and Education: London, UK : Academic Press. https://www.elsevier.com/books/urban-myths-about-learning-and-education/de-bruyckere/978-0-12-801537-7 (ISBN: 978-0-12-801731-9, 978-0-12-801537-7)

Kategorien
Zufriedenheit

das Pinguin-Prinzip

aktualisiert: 25. Dezember 2021

Im Zusammenhang mit «auf nach Dänemark» ist mir dieser Sketch von Eckart von Hirschhausen wieder in den Sinn gekommen.

Das Pinguin-Prinzip verstehe ich so, dass man nicht in jedem Umfeld gleich gut «performt» und – anstatt unglücklich zu sein und sich anzupassen – man eher sein Umfeld wechseln sollte. In der erzählten Geschichte sind die Schritte des Pinguins eher klein und scheinbar unbeholfen. Doch sie sind zielgerichtet: nämlich hin zum Wasser, hin zum Umfeld, in dem der Pinguin seine Stärken zeigen und ausleben kann.

Nenne drei deiner Stärken:

1

2

3

Wenn du eine deiner Stärken in Zukunft noch mehr nutzen wolltest … welche wäre das?

Was wäre eine wirklich tolle Umgebung, wo das möglich wäre? Und was ist dein nächster kleine Pinguinschritt, der dich näher an diese tolle Umgebung bringt?


Quelle: von Hirschhausen, E. (2012). Das Pinguin-Prinzip. zdf_neo. https://www.youtube.com/watch?v=sY539oAsTb0

Kategorien
Zufriedenheit

Sofortbelohnung und das Panik-Monster

aktualisiert: 29. Dezember 2021

Tim Urban erzählt in einem TED-Talk (2016) eindrücklich, wie Aufschieberitis funktioniert. Dabei unterscheidet er zwei Arten von Dingen, die zu erledigen sind:

Dinge mit Termin
Dinge ohne Termin

Bei Dingen, bei denen ein Termin ansteht, setzt irgend einmal das «Panikmonster» die Räder in Gang und hilft, dass «es» erledigt wird. Dinge, die ohne Termin zu erledigen sind, bleiben oft liegen, weil der «Sofortbelohnungsaffe» sein Unwesen treibt.

Der ganze TED-Talk ist gut gemacht. Nur kommt Tim Urban erst ganz am Schluss noch kurz zur (in meinen Augen) wichtigsten Sache: Dinge, die wichtig sind, aber nicht dringend, werden oft auf später vertagt weil sie keinen Erledigungstermin haben (vgl. auch Eisenhower-Prinzip). Für mich überraschend (aber eigentlich folgerichtig) zeigt hiernach Tim Urban eine Grafik mit einer Anzahl Quadraten – ein Quadrat für jede Woche in einem normal langen Leben. Damit spricht auch er die Endlichkeit des Lebens an und mahnt, sich den wichtigen Dingen zu widmen und dem «Sofortbelohnungsaffen» weniger Raum zu geben. Er verbindet das Nichterledigen von wichtigen Dingen ganz direkt mit Unzufriedenheit im Leben.

Ich habe eine These: Es ist einfacher, Termine einzuhalten, die von «aussen» definiert wurden. Termine, die ich mir selber setze sind nicht so fix und somit verschiebbar. Vielleicht hat das etwas damit zu tun, wie klar meine Ziele sind?

Wann ist es dir schon einmal gelungen, dir selber einen Termin für etwas wichtiges zu setzen und ihn auch einzuhalten?

Und worum ging es dabei?


Quelle:
https://www.ted.com/talks/tim_urban_inside_the_mind_of_a_master_procrastinator

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Kategorien
Zufriedenheit

erkenne dich selbst!

aktualisiert: 26. Dezember 2021

Erkenne dich selbst!

Jeder kennt diesen Ausspruch, der in der Eingangshalle des Apollontempels in Delphi eingraviert war. Naja, jedenfalls meint Albert Kitzler, dass jeder diesen Ausspruch kennt (Kitzler, 2017).

Die Aufforderung besagt, dass wir Menschen – im Gegensatz zu Gott – erkennen sollen, dass … «die Vergänglichkeit eine Grundtatsache ist, die tief und vielfältig das Wesen des Menschen und seine Lebensverhältnisse bestimmt.»

Und das führt mich natürlich direkt zur Frage: Ist heute ein guter Museumstag?


Quelle: Kitzler, A. (2017). Philosophie to go. Große Gedanken für kleine Pausen: Droemer/Knaur

Kategorien
Zufriedenheit

ist heute ein guter Muesumstag?

aktualisiert: 25. Dezember 2021

Ist heute ein guter Muesumstag?

Mit dieser Frage beginnt die Freundschaft von Thomas und Joe im Buch «The Big Five for Life» (Strelecky, 2016). Hinter der Frage steckt der Gedanke, dass im Laufe unseres Lebens alles irgendwie aufgezeichnet wird, als Film, Foto, Tonaufnahme … und nach unserem Tod in einem Museum mit 10 Zimmern präsentiert wird – und zwar in «zeitlich» richtigem Verhältnis.

Wenn ich also 8 Std. pro Tag schlafe, dann würde mich ein Drittel des Museums beim Schlafen zeigen. Also etwa in drei Zimmern. Und wenn ich eine Stunde pro Tag vor der Glotze hänge, dann füllt das fast ein halbes Zimmer in meinem Museum.

Die Frage «Ist heute ein guter Muesumstag?» zielt darauf ab, gerade heute und jetzt Dinge zu tun, die es wert sind im Museum gezeigt zu werden. Und falls es heute kein Museumstag werden sollte, dann darf ich mich fragen, was ich denn ändern möchte, damit es einer werden könnte. Und gerade zu diesem Thema (etwas verändern, etwas loslassen, etwas nicht gewolltes mit etwas besserem ersetzen) habe ich kürzlich wieder einmal einen Podcast der fresh academy gehört – lustig und zuhörenswert.


Quellen:

Strelecky, J. (2016). The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben (17. Auflage). München: dtv.

Podcast: https://player.fm/series/nlp-fresh-up-2306673/nlp-fresh-up-429-auf-etwas-verzichten-konsequent-sein-und-anderes-geniessen

Kategorien
Zufriedenheit

auf nach Dänemark!

Die gelebte Kultur eines Landes beeinflusst die Zufriedenheit der dort lebenden Menschen markant. So jedenfalls folgert die Studie «The cultural foundations of happiness» (Conzo, Aassve, Fuochi, & Mencarini, 2017).

Die logische Folgerung: auf nach Dänemark! denn dort sind – im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – Kompetenz, Autonomie und soziale Eingebundenheit der Menschen am stärksten ausgeprägt.

Die Studie basiert auf der Selbstbestimmungstheorie (Self-determination theory), die besagt, dass es «drei permanente und kulturübergreifende psychologische Grundbedürfnisse [gibt], deren Befriedigung für effektives Verhalten und psychische Gesundheit von Bedeutung ist. Es sind dies Kompetenz, Autonomie und soziale Eingebundenheit.» Die Studie zeigt, dass Menschen in Ländern mit hohem Erfüllungsgrad dieser drei Grundbedürfnisse mit ihrem Leben zufriedener sind als Menschen aus Ländern, wo dies nicht der Fall ist (z.B. Russland, Ukraine, Ungarn; S. 272 in Conzo, Aassve, Fuochi, & Mencarini, 2017).

Wähle spontan einen der drei Aspekte:
Unter Kompetenz wird (…) das Gefühl verstanden, effektiv auf die jeweils als wichtig erachteten Dinge einwirken zu können und entsprechend gewünschte Resultate zu erzielen.
Autonomie bezeichnet hier ein Gefühl der Freiwilligkeit, das jedes Verhalten begleiten kann. (…) Somit ist in diesem Zusammenhang darunter nicht die objektive Unabhängigkeit von anderen Personen oder sonstigen Gegebenheiten zu verstehen [sondern eher die subjektive Unabhängigkeit].
Soziale Eingebundenheit schliesslich meint nicht nur die Bedeutung, die Andere für Einen haben, sondern auch die Bedeutung, die man selbst für Andere besitzt.
(Quelle: Wikipedia)

Beurteile jetzt – ohne lange zu überlegen – deine aktuelle Situation bezüglich des von dir gewählten Aspektes auf einer Skala von 0 bis 10. Die Position 10 entspricht dem Optimum: «In meinem Leben bin ich mit dieser Dimension voll und ganz zufrieden.» Und die 0 wäre das pure Gegenteil.

Auf welcher Zahl bist du etwa?

Falls du noch nicht auf einer 10 bist und du Lust hast, etwas näher an die 10 zu kommen: Was genau wäre anders in dieser neuen Situation (wo du eine Zahl höher auf der Skala markieren könntest)? Was wäre anders im Vergleich zu deiner aktuellen Situation? Und was könntest du tun, um auf der Skala etwas höher zu kommen?

Sammle Ideen:

1 nach Dänemark ziehen

2

3

4


Quellen:
Conzo, P., Aassve, A., Fuochi, G., & Mencarini, L. (2017). The cultural foundations of happiness. Journal of Economic Psychology, 62(Supplement C), 268-283. doi:https://doi.org/10.1016/j.joep.2017.08.001.
Wikipedia: Selbstbestimmungstheorie

Kategorien
Zufriedenheit

10 x Glücksgefühle

Vor einigen Jahren hat sich Joshua Becker die Mühe genommen, zehn Studien zum Thema Glücksgefühl in wenigen Sätzen zusammen zu fassen. Ich versuche hier die Essenz in einem Satz aufzuschreiben (und übersetze «Happiness» mit «Glücksgefühl» oder «glücklich sein»):

  1. Menschen überschätzen den Einfluss von Reichtum auf ihr Glücksgefühl.
  2. Erlebnisse machen glücklich, nicht Dinge.
  3. Dreimal pro Tag «Danke» sagen macht glücklich.
  4. Acht Umarmungen pro Tag machen glücklicher.
  5. Wer lächelt ist glücklicher.
  6. Glücksgefühle färben ab.
  7. Freundlich sein zählt.
  8. Sportliche Betätigung macht glücklich.
  9. Freiwilligenarbeit macht zufrieden.
  10. Spendabel sein macht glücklicher.

Selber habe ich die Studien weder angeschaut noch hinterfragt. Die Aussagen kommen mir aber bekannt vor und teilweise auch plausibel.

… ausser vielleicht die Aussage 7: «Freundlich sein zählt», bzw. «kindness counts». Da möchte ich einmal noch die genaue Aussage der Studie nachlesen.

Lies die 10 Aussagen nochmals und bestimme für Dich:
!! Ja, das stimmt!
?? Das überrascht mich.
++ Das möchte ich ausprobieren.

!! ?? ++ Menschen überschätzen den Einfluss von Reichtum auf ihr Glücksgefühl.
!! ?? ++ Erlebnisse machen glücklich, nicht Dinge.
!! ?? ++ Dreimal pro Tag «Danke» sagen macht glücklich.
!! ?? ++ Acht Umarmungen pro Tag machen glücklicher.
!! ?? ++ Wer lächelt ist glücklicher.
!! ?? ++ Glücksgefühle färben ab.
!! ?? ++ Freundlich sein zählt.
!! ?? ++ Sportliche Betätigung macht glücklich.
!! ?? ++ Freiwilligenarbeit macht zufrieden.
!! ?? ++ Spendabel sein macht glücklicher.


Quelle: Alle Studien sind hier verlinkt und zu holen: http://www.becomingminimalist.com/happier

Kategorien
Zufriedenheit

es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit

aktualisiert: 29. Dezember 2021

Diesen Satz habe ich, glaube ich, das erste Mal von Marc A. Pletzer gehört. Wo und wann genau, weiss ich nicht mehr.

Spannend in diesem Zusammenhang sind die Erkenntnisse, wie Erinnerungen an die eigene Vergangenheit durch aktuelle technische Möglichkeiten beeinflusst werden. Im Artikel «Das Leben, ein Film» (moneta #1-2017) wird eindrücklich geschildert, wie Fotos, Filme und andere Medien unsere Erinnerung unterstützen und auch prägen! Sie beeinflussen, woran wir uns erinnern und auch in welcher Form. Eine Folge daraus ist, dass unsere Erinnerungen nie abgeschlossen sind und es keine (inneren) Kriterien für deren Richtigkeit gibt.

Für mich ist der Artikel ein spannender Zugang zur Frage: Was ist wahr? Und er zeigt auch, dass die (eigene) Wahrheit nicht nur subjektiv ist, sondern auch von vielen externen Dingen beeinflusst und verändert werden kann. Und das Schöne daran ist jetzt doch, dass man ganz bewusst seine Erinnerungen, seine Vergangenheit mit Bildern etc. positiv verändern kann. Daher:

Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.


Quellen: Bild von Rudy Anderson auf Pixabay

Kategorien
Zufriedenheit

Das Beste kommt zum Schluss

aktualisiert: 9. Oktober 2021

Im Film «Das Beste kommt zum Schluss» (Reiner, Zackham, Shaiman, Nicholson, & Freeman, 2008) wird die Frage nach den «big five for life» in einer tragisch-lustigen Weise aufgearbeitet. Die Kernfrage ist spannend:

Wenn du in 6 bis 12 Monaten sterben müsstest (Krebsdiagnose), was würdest du dann noch tun wollen?

1

2

3


Quelle: Reiner, R., Zackham, J., Shaiman, M., Nicholson, J., & Freeman, M. (2008). The bucket list = Das Beste kommt zum Schluss: Hamburg : Warner Home Video.